Der Bodensee gehört zu unseren absoluten Lieblingsreisezielen. Mit Kalli, unserem knallgelben VW California, haben wir seine Ufer schon von drei Seiten erkundet – und jedes Mal war es anders schön. Das klare Wasser, die Obstgärten, die Berge im Hintergrund: Hier stimmt einfach alles.

Warum der Bodensee mit Kindern so gut funktioniert

Der See ist riesig – 63 Kilometer lang, an manchen Stellen fast 18 Kilometer breit – aber er fühlt sich nie überwältigend an. Die Ufer sind flach und kinderfreundlich zugänglich, das Wasser erwärmt sich im Sommer auf angenehme 22 bis 24 Grad, und überall gibt es kleine Häfen, Eisdielen und Spielplätze. Für uns als Familie mit zwei Kindern ist das ideal.

Gut zu wissen

Am deutschen Ufer gibt es über 30 offizielle Badestellen. Viele davon sind flach genug für Kinder ab zwei Jahren. Das DLRG überwacht die beliebtesten Strände in der Hochsaison.

![kalli-bodensee-panorama.jpg | Kalli vor dem Bodensee-Panorama "Kalli mit Seeblick – mehr braucht es nicht"]

Unsere Top-Stellplätze

Wir haben insgesamt vier Reisen an den Bodensee unternommen und dabei verschiedene Stellplätze getestet. Drei davon empfehlen wir uneingeschränkt weiter.

Camping Gitzenweiler Hof (Lindau)

Der Gitzenweiler Hof ist kein klassischer Campingplatz – er ist ein Erlebnispark. Schwimmbad, Minigolf, Traktorfahrten, Streichelzoo: Die Kinder können hier tagelang beschäftigt werden, ohne dass wir viel organisieren müssen. Kalli steht auf einer großzügigen Stellfläche mit festem Untergrund, Stromanschluss und Wasserversorgung direkt nebenan.

Was uns besonders gefällt: Der eigene Badesee auf dem Gelände – ohne Massenandrang, mit toller Wasserqualität.

Campingplatz Schloss Goldbach (Überlingen)

Wer es ruhiger mag, ist in Goldbach richtig. Der Platz liegt direkt am See, die Aussicht auf die Schweizer Alpen ist atemberaubend, und die Atmosphäre ist entspannt familiär. Im Juli und August wird es voll – aber nie chaotisch.

Bitte beachten

Goldbach hat begrenzte Kapazitäten. In der Hochsaison (Juli/August) ist eine Reservierung mindestens 6–8 Wochen im Voraus unbedingt empfohlen. Wir sind einmal ohne Reservierung hingefahren und mussten umkehren.

Camping Friedrichshafen (Stadtmitte)

Für Stadtmenschen mit Campingbus ist Friedrichshafen perfekt. Der Platz liegt fußläufig zum Zentrum, zum Zeppelin-Museum und zur Fähre nach Romanshorn. Kein Naturidyll, aber hervorragend erschlossen.

Was haben wir gegessen?

Bodensee-Felchen ist ein Muss. Der Felchen ist ein heimischer Süßwasserfisch, der gedämpft oder geräuchert serviert wird – mild, zart, ohne den typischen Fischgeruch. Die Kinder lieben ihn mit Kartoffelsalat. Wir kaufen ihn direkt bei einem der Fischerhäuschen am Ufer in Meersburg.

Der Bodensee ist das Meer für alle, die kein Meer haben – aber ehrlich gesagt ist er manchmal schöner.

Patrick, nach dem ersten Abendessen am Ufer

Die schönste Galerie: Kalli an verschiedenen Ufern

Praktische Tipps für die Anreise mit dem California

  • Anreise über die B31 (deutsche Nordseite) ist landschaftlich die schönste Route
  • Tankstellen gibt es an jedem Ort, keine Sorgen mit dem Gasnachfüllen
  • Fähren: Die Fähre Konstanz–Meersburg fährt auch Wohnmobile (Länge prüfen – California ist kein Problem)
  • Reisezeit: Mai/Juni oder September – angenehme Temperaturen, weniger Andrang

Fazit

Der Bodensee ist eine klare Empfehlung für Familien mit Campingbus. Die Kombination aus Wasserqualität, Infrastruktur, Freizeitangebot und Landschaft macht ihn zu einem der stressfreiesten Reiseziele in Deutschland. Und Kalli findet immer einen schönen Platz zum Parken.